Tech?Update!: Druckprotokoll LPD/LPR

Das Line Printer Daemon/Line Printer Remote-Protokoll (LPD/LPR) ist ein plattform-unabhängiges Druckprotokoll über TCP/IP. Es ist auch unter dem Namen "Berkeley Printing System" bekannt, weil es ursprünglich für Berkeley Software Distribution (BSD, auch BSD Unix) entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um ein UNIX-Derivat, welches die Computer Systems Research Group der University of California, Berkeley zwischen 1977 und 1985 entwickelt und vertrieben hat. LPD/LPR ist im Request for Comment (RFC) 1179 der Internet Engineering Task Force (IETF) definiert. Dieses Druckprotokoll hat sich als Industriestandard etabliert,
weil es sowohl plattformunabhängig als auch plattformübergreifend ist.
Druckprotokoll mit zwei Komponenten
LPD/LPR besteht aus zwei Komponenten:
- Line Printer Remote (LPR) bezeichnet den Prozess, welcher Druckaufträge an einen Drucker bzw. eine Druckerwarteschlage schickt. Die Workstation (PC, Notebook etc.), welche den Druckauftrag verschickt, ist in diesem Prozess der LPR Client und muss dazu mit der entsprechenden Software ausgestattet sein.
- Line Printer Daemon bezieht sich auf den Prozess, welcher Druckaufträge vom LPR Client entgegen nimmt. Die Drucker oder Printserver, die den Druckauftrag empfangen, bezeichnet man als LPD Server. Der LPR Client schickt die Druckdaten an die IP-Adresse des LPD Servers.
Drucken über LPD/LPR
Wenn ein Anwender, der über LPD/LPR druckt, auf "Drucken" klickt, beginnt der Computer (LPR Client) mit dem Spoolen des Druckauftrags und bringt ihn in ein gängiges Dateiformat, z. B. PostScript. Eine Druckdatei besteht üblicherweise auch aus zwei Komponenten: Zum einen der Datendatei mit dem Inhalt, der tatsächlich gedruckt werden soll, und zum anderen der Kontrolldatei. Diese enthält eine Beschreibung der Datendatei und Informationen dazu, was mit ihr genau geschehen soll. Dazu gehören zum Beispiel die Zuweisung an bestimmte Drucker, die über LPD im Netz erkannt werden, sowie weitere Anweisungen und Informationen für den Druckprozess, wie Jobname, Auftraggeber, Anzahl der Kopien etc.
Anschließend wird diese Datei an die IP-Adresse des LPD Servers geschickt, der sie üblicherweise über den TPC/IP-Port 515 empfängt. Hinter der IP-Adresse eines LPD Servers können sich wiederum mehrere Warteschlangen verbergen, die bereits konfiguriert sind und über ihren Namen erkannt werden. Die Information dazu, in welche Warteschlage der Druckauftrag einsortiert werden soll, ist in der Kontrolldatei enthalten.
LPD/LPR-Unterstützung in SEH Lösungen
Wir haben das LPR/LPD-Protokoll von Anfang an in alle SEH Printserver integriert und verfügen daher über langjährige Erfahrung mit seiner Implementierung. Auch die ISD Intelligent Spooling Devices unterstützen dieses Protokoll. Daher war es uns ein Leichtes, schnell auf die aktuellen Marktanforderungen im Bereich der ThinPrint-Umgebungen zu reagieren und LPR/LPD auch in unsere ThinPrint Gateways zu integrieren.
Weitere Informationen zu LPD/LPR finden Sie im Internet:
Apple Support Archive: What is LPR?
Network Printing: Line Printer Daemon
Wikipedia.org: Lineprinter Daemon Protocol


